Research-Notiz

Am 14. September verschob Exail die Veröffentlichung seiner Halbjahresergebnisse vom 15. auf den 24. September. Grund waren Gespräche mit den Wirtschaftsprüfern über die bilanzielle Behandlung des geplanten Zusammenschlusses mit Thales. Zugleich meldete das Unternehmen vorläufige Zahlen: ein current EBITDA von rund €63 Millionen, etwa 43% mehr, und ein operatives Ergebnis von ungefähr €46 Millionen, ein Plus von 61%. Das deutete auf höhere Gewinne hin; der vollständige Bericht stand bei Veröffentlichung dieser Notiz jedoch noch aus.

Die Frage war, wie viel dieser Verbesserung sich im Mittelzufluss zeigen würde. Das Betriebskapital war um rund €70 Millionen gestiegen. Exail erklärte die saisonal schwächere Mittelgenerierung im ersten Halbjahr mit dem Zeitpunkt von Rechnungsstellung und Kundenzahlungen und erwartete erhebliche Zahlungseingänge im zweiten Halbjahr. Die vollständigen Ergebnisse mussten daher zeigen, welcher Cashflow hinter den Gewinnen stand und wie viel noch von späteren Zahlungen abhing.

Auch das Thales-Vorhaben war wichtig, weil es die bilanziellen Gespräche ausgelöst hatte, die zur Verschiebung führten. Nach der am 31. Juli angekündigten Vereinbarung wurde der Erwerb des Anteils der Familie Gorgé vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen bis zum dritten Quartal 2027 erwartet, gefolgt von einem Pflichtangebot. Das war ein längerer Prozess mit Bedingungen. Zum Zeitpunkt dieser Notiz war die nähere Frage, was der Halbjahresbericht zu Cashflow, Schulden und bilanzieller Behandlung der Transaktion zeigen würde.

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