Research-Notiz

SUSS stellt Anlagen für die Halbleiterfertigung und das Advanced Packaging her. Die Produktion von Mask Alignern soll in Zhubei, Taiwan, gebündelt und die Modulfertigung nach Sternenfels, Deutschland, verlagert werden. Die Produktion in Garching wird eingestellt, davon sind rund 70 Beschäftigte betroffen. SUSS erwartet Einmalkosten von €6,2 Mio., davon etwa €4,5 Mio. im Jahr 2026.

Der Schritt soll das Produktionsnetz bei wachsender Nachfrage vereinfachen, verursacht kurzfristig aber Umsetzungskosten. Laut SUSS verschieben Engpässe bei wichtigen Komponenten und die Produktionsverlagerung einen Teil des Umsatzes in das Jahr 2027. Für 2026 werden nun €405 Mio. bis €425 Mio. Umsatz statt €425 Mio. bis €485 Mio. sowie 5% bis 7% EBIT-Marge statt 8% bis 10% erwartet.

Die Prognose für die Bruttomarge bleibt bei 35% bis 37%. Damit ist die niedrigere EBIT-Prognose bemerkenswert: SUSS signalisiert keine vergleichbare Verschlechterung der Produktökonomie, trägt aber Störungen und Restrukturierungskosten unterhalb des Bruttoergebnisses. Hoher Auftragseingang und Rekordauftragsbestand schaffen Nachfragesichtbarkeit, beseitigen aber nicht das Risiko verzögerter Produktion oder Kundenabnahmen.

Die vollständige Mitteilung zum dritten Quartal folgt am 5. November. Anleger sollten auf die Höhe des nach 2027 verschobenen Umsatzes, den Zeitplan für den Hochlauf in Taiwan und mögliche weitere Übergangskosten achten. Die Bündelung kann nach Abschluss die Effizienz verbessern, doch die gesenkte Prognose zeigt, dass dieser Nutzen erst nach einem messbaren Umsetzungsrückschlag kommt.

Zum Unternehmensprofil von SUSS MicroTec SE

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