Haushalte, Fabriken und Rechenzentren brauchen eine verlässliche Stromversorgung. Saubere Energietechnologien helfen, diesen Bedarf mit geringeren Emissionen zu decken. Solarmodule wandeln Sonnenlicht in Strom um, während Windturbinen die Bewegung der Luft nutzen. Beide sind bereits weit verbreitet. Verbesserungen bei Materialien, Konstruktion und Fertigung können helfen, mit derselben Anlage oder auf derselben Fläche mehr Strom zu erzeugen.

Da Sonne und Wind schwanken, ist die Stromerzeugung nur ein Teil der Aufgabe. Batterien speichern Strom für später, während Leistungselektronik und Steuerungssoftware seinen Fluss zwischen Erzeugungsanlagen, Speichern und Netz regeln. Dahinter stehen unterschiedliche Geschäftsmodelle: Ein Windparkbetreiber verkauft Strom, ein Technologieanbieter dagegen etwa Anlagen, Software oder Wartungsleistungen an die Betreiber.

Kernfusion könnte künftig eine weitere Stromquelle werden. Sie setzt Energie frei, indem leichte Atomkerne verschmelzen, wie in der Sonne. Daraus verlässlich und bezahlbar Strom zu erzeugen, bleibt eine Aufgabe für Forschung und Technik. Europäische Hersteller liefern bereits Spezialkomponenten und Ingenieurleistungen für Projekte wie ITER. Es gibt also schon industrielle Arbeit, obwohl die kommerzielle Stromproduktion durch Kernfusion noch entwickelt wird.

Marktgröße & Chancen

Der Übergang zu saubererem Strom schafft Nachfrage nach Erzeugungsanlagen und der dazugehörigen Technik. In Renewables 2026 prognostiziert die IEA für 2026 bis 2031 weltweit fast 4.800 Gigawatt zusätzliche erneuerbare Erzeugungsleistung. Mehr als drei Viertel des Zuwachses entfallen auf Solarenergie. Gemeint ist die Leistung der Anlagen, nicht die Strommenge, die sie erzeugen werden. Um neue Projekte anzuschließen und Schwankungen auszugleichen, sind auch Investitionen in Netze und Speicher nötig.

Der europäische Batteriemarkt zeigt, wie aus diesem Bedarf neue Anlagen entstehen. SolarPower Europe meldet für 2025 einen Zubau von 36 GWh Speicherkapazität und erwartet für 2030 jährliche Neuinstallationen von 138 GWh. GWh beschreibt, wie viel Energie Batterien speichern können. Große Speicher für das Stromnetz machten mehr als die Hälfte des Zubaus 2025 aus. Das schafft Nachfrage nach Batterien, Leistungselektronik und Steuerungssoftware. Das Tempo neuer Projekte hängt jedoch weiterhin von Finanzierung, Genehmigungen und Netzanschlüssen ab.

Marktausblick

Neue Batteriespeicher in Europa

Europa · GWh jährlich neu installierte Speicherkapazität

  • 2025Gemeldet36
  • 2030Prognose138

Jährlicher Zubau, nicht der gesamte installierte Bestand oder Umsatz. Die Prognose umfasst EU, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Ukraine und Türkei.

SolarPower EuropePrognose veröffentlicht

Aktuelle Fortschritte

Die europäische Solarforschung arbeitet daran, auf derselben Fläche mehr Strom zu erzeugen. Am 5. Mai 2026 eröffnete Fraunhofer ISE das Labor Pero-Si-SCALE, um Hersteller bei der Entwicklung von Tandemsolarzellen zu unterstützen. Diese kombinieren Silizium mit einem weiteren lichtabsorbierenden Material, Perowskit, um mehr vom einfallenden Sonnenlicht zu nutzen. Unternehmen können dort größere Zellen und Fertigungsprozesse testen und so den Übergang zur industriellen Produktion vorbereiten.

Kernfusion ist weniger weit entwickelt, schafft aber bereits anspruchsvolle Fertigungsaufgaben. Am 16. September 2026 meldete Fusion for Energy die Fertigstellung des fünften und letzten europäischen Vakuumgefäßsektors für ITER. Ansaldo Nucleare, Westinghouse und Walter Tosto bauten mit weiteren europäischen Zulieferern die Abschnitte der Kammer, in der die Fusionsexperimente stattfinden sollen. Ihre Fertigstellung bringt den Bau der Forschungsanlage in Frankreich voran. ITER selbst wird keinen Strom ins Netz einspeisen.

Quellen

Analysen & Berichte

Zu diesem Thema wurden noch keine European Tech Equities-Berichte veröffentlicht.

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