Nexi erhält eine Zehnjahresrolle im Netz für den digitalen Euro
Die EZB wählte Nexi und Deutsche Telekom für den ersten von zwei Konnektivitätsverträgen zum digitalen Euro. Der Auftrag beginnt mit dem Pilotprojekt, sein kommerzieller Wert bleibt aber offen.
Die Europäische Zentralbank hat Nexi Payments und Deutsche Telekom Business Solutions als erstplatzierten Netzwerkdienstleister für den digitalen Euro ausgewählt. Ihr Vertrag trat am 28. September in Kraft und deckt zunächst die Konnektivität für das Pilotprojekt ab. Eine separate Gruppe aus Telefónica und Indra stellt ab Mai 2027 eine zweite Verbindung bereit.
Das Netz soll teilnehmende Zahlungsdienstleister und nationale Zentralbanken mit der Serviceplattform für den digitalen Euro verbinden und zugleich deren Komponenten verknüpfen. Nexi und Deutsche Telekom beschreiben ein sicheres, belastbares und skalierbares System, das die Rechenzentren der Plattform verbindet. Dies ist Infrastruktur für eine mögliche digitale Währung, keine Entscheidung über deren Ausgabe.
Laut Nexi läuft die Dienstleistungsvereinbarung zehn Jahre. Die EZB erwartet, dass beide Anbietergruppen ab 2029 für eine mögliche Ausgabe bereitstehen, vorbehaltlich einer späteren Entscheidung des EZB-Rats. Die Vereinbarung erlaubt zudem, die angeforderten Leistungen an die Entwicklung des Piloten und möglicher Folgephasen anzupassen.
Für Nexi belegt die Auswahl, dass seine Zahlungsinfrastruktur eine langfristige Rolle auf einer öffentlichen europäischen Plattform gewinnen kann. Die Mitteilung nennt weder Vertragswert noch Nexis Anteil an der Arbeit, Margen oder Zeitpunkt der Umsatzrealisierung. Ein sinnvoller Schätzwert für den finanziellen Beitrag ist daher nicht möglich. Die nächsten wichtigen Belege sind der im Pilotprojekt bestellte Umfang und die Frage, ob der digitale Euro von der Vorbereitung zur Ausgabe gelangt.
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